Energie aus der Region - einfach und unkompliziert. Die Stadtwerke Marburg bieten sowohl Nah- als auch Fernwärmelösungen zur privaten und gewerblichen Nutzung an. Informieren Sie sich hier über unser Wärmeangebot.
Unsere Wärmeprodukte
Die Stadtwerke Marburg bieten in ihren bestehenden Nah- und Fernwärmenetzen eine effiziente und ressourcenschonende Wärmeversorgung an. Schornsteinfeger oder Brennstoffbeschaffung und ggf. -lagerung sind für unsere Wärmekunden kein Thema mehr. Das Produkt Wärme bedeutet hohen Komfort für Nutzerinnen und Nutzer.
Die Stadtwerke Marburg bieten sowohl Nah- als auch Fernwärmelösungen zur privaten und gewerblichen Nutzung an.
Zum einen liefern die Stadtwerke in verschiedenen Heizkraftwerken erzeugte Fernwärme, jährlich mehr als 72.600 MWh, über ein bestens isoliertes Rohrleitungsnetz an Kunden in besonders ausgewiesenen Fernwärme-Versorgungsgebiete.
Zum anderen planen, finanzieren und betreiben die Stadtwerke in sogenannten »Nahwärmeinseln« eigene Heizzentralen zur Versorgung begrenzter Gebiete.
Höchstmöglicher technischer Standard der Anlagen garantiert den Abnehmern große Wirtschaftlichkeit und der Allgemeinheit höchstmögliche Schonung der Umwelt.
Der Kunde zahlt einen Leistungspreis, einen Arbeitspreis sowie einen Messpreis, der sich aus der verbauten Zählergröße ergibt. Der Leistungspreis in Euro/kW und Jahr wird mit der festgelegten Abrechnungsleistung in kW der jeweiligen Abnahmestelle multipliziert, daraus ergeben sich die Leistungskosten in Euro/Jahr. Die Mindestabrechnungsleistung einer Abnahmestelle beträgt 6 kW/Jahr. Der Arbeitspreis in Cent/kWh wird mit der jährlich verbrauchten Wärmemenge in kWh multipliziert, daraus ergeben sich die Arbeitskosten in Euro/Jahr.
In den genannten Preisen sind die Kosten für die Wärmeerzeugung und -verteilung sowie die Kosten aus dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) enthalten.
Preisanpassungen: Die Arbeits- und Leistungspreise unterliegen einer halbjährlichen Preisanpassung zum 01.04. und 01.10. eines Jahres.
Preisstand: seit 1. April 2026 13,72 € pro m3 brutto (11,53 € pro m3 netto)
Preisstand: bis 31. März 2026 13,90 € pro m3 brutto (11,68 € pro m3 netto)
Der Arbeitspreis für die Warmwasseraufbereitung ist an die Preisgleitformel für den Arbeitspreis des Tarifs PremiumWärme gekoppelt und wird ebenfalls zum 01.04 und 01.10 angepasst.
Der nachfolgend genannte Messpreis in €/Monat beinhaltet die Entgelte für Messung und Messstellenbetrieb für die jeweilige Größe des Warmwasserzählers im Tarif PremiumWärme.
Die Kundinnen und Kunden zahlen einen Arbeits- und Grundpreis, einen CO2-Preis sowie einen Messpreis, der sich aus der verbauten Zählergröße ergibt. Der Arbeitspreis in Cent/kWh wird mit der jährlich verbrauchten Wärmemenge in kWh multipliziert, daraus ergeben sich die Arbeitskosten in Euro/Jahr. Der Grundpreis in Euro je Liter/Stunde wird mit der ermittelten Durchflussmenge in Liter/Stunde der jeweiligen Abnahmestelle multipliziert, was die jährlichen Grundkosten in Euro/Jahr ergeben. Die jährlichen CO2-Kosten werden durch Multiplikation der Wärmemenge mit dem CO2-Preis berechnet. Um die jährlichen Messkosten zu ermitteln, wird der Messpreis in Euro/Monat mit 12 Monaten multipliziert.
In den genannten Preisen sind die Kosten für die Wärmeerzeugung und -verteilung sowie die Kosten aus dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) enthalten.
Preisanpassungen: Die Preise für den Arbeits- und Grundpreis sowie CO2-Preis und Messpreis unterliegen einer jährlichen Preisanpassung zum 01.01.
Für den Tarif SWMRWärme gelten ab dem 01.01.2026 die folgenden Preisgleitformeln für die Preiskomponenten von Arbeits- und Grundpreis sowie CO2-Preis und Messpreis:
AP1 Berechneter Arbeitspreis für den Abrechnungszeitraum.
AP0 Basiswert Arbeitspreis mit 12,90 Cent/kWh aus Basisjahr 2023.
M1 Mittelwert des Wärmepreisindexes als Marktelement der letzten 12 Monate mit 3 Monaten Zeitverzug. Verwendet wird der Wärmepreisindex des Statistischen Bundesamts. Die Veröffentlichung erfolgt über das Statistische Bundesamts, Destatis Datenbank, Verbrauchsindex für Deutschland, Wärmepreisindex. (Veröffentlicht vom Statistischen Bundesamt, Genesis Datenbank, Verbraucherpreisindex für Deutschland)
M0 Basiswert Wärmepreisindex als Marktelement mit 166,4 nach der Veröffentlichung des Statistischen Bundesamts, Destatis Datenbank, Verbrauchsindex für Deutschland, Wärmepreisindex. Basisjahr 2023 mit Mittelwert September 2023 bis Oktober 2022. (Veröffentlicht vom Statistischen Bundesamt, Genesis Datenbank, Verbraucherpreisindex für Deutschland)
α Anteil des realisierten Energieträgers Holz mit 0,04 (4%).
KH1 Holzindex der letzten 12 Monate mit 3 Monaten Zeitverzug. Veröffentlichung von SWMR unter Tarife.
KH0 Basis Holzindex mit 100 aus Basisjahr 2023. Veröffentlichung von SWMR unter Tarife.
β Anteil des realisierten Energieträgers Gas mit 0,94 (94%).
KG1 Gasindex der letzten 12 Monate mit 3 Monaten Zeitverzug. Veröffentlichung von SWMR unter Tarife.
KG0 Basis Gasindex mit 100 aus Basisjahr 2023. Veröffentlichung von SWMR unter Tarife.
γ Anteil des realisierten Energieträgers Strom mit 0,02 (2%).
KS1 Stromindex der letzten 12 Monate mit 3 Monaten Zeitverzug. Veröffentlichung von SWMR unter Tarife.
KS0 Basis Stromindex mit 100 aus Basisjahr 2023. Veröffentlichung von SWMR unter Tarife.
Grundpreis (GP):
GP1 = GP0 ∙ (I1/I0) ∙ FW
GP1 Berechneter Grundpreis für den Abrechnungszeitraum.
GP0Basiswert Grundpreis je Durchflussmenge aus Basisjahr 2023.
Bis 500 Liter/Stunde: 3,21 Euro je Liter/Stunde (2,70 Euro je Liter/Stunde, netto)
501 bis 4.000 Liter/Stunde: 4,76 Euro je Liter/Stunde (4,00 Euro je Liter/Stunde, netto)
Ab 4.001 Liter/Stunde: 5,12 Euro je Liter/Stunde (4,30 Euro je Liter/Stunde, netto)
I1 Investitionsindex der letzten 12 Monate mit 3 Monaten Zeitverzug. Veröffentlichung von SWMR unter Tarife.
I0 Basiswert Investitionsindex mit 100 aus Basisjahr 2023 nach der Veröffentlichung von SWMR unter Tarife.
FW Faktor Wärmenetz mit 1 für Heißwassernetz und 0,6 für Warmwassernetz.
CO2-Preis:
CO2Preis1 = CO2Preis0 ∙ (EP1/EP0)
CO2Preis1 Berechneter CO2-Preis für den Abrechnungsraum.
CO2Preis0 Basiswert CO2-Preis mit 1,22 Cent/kWh aus Basisjahr 2023.
EP1 CO2-Emissionsindex der letzten 12 Monate mit 3 Monaten Zeitverzug. Veröffentlichung von SWMR unter Tarife.
EP0 CO2-Emissionsindex im Basisjahr mit 100 aus Basisjahr 2023.
Messpreis (MP)
MP1 = MP0 ∙ (I1/I0)
MP1 Berechneter Messpreis für den Abrechnungszeitraum je nach Zählergröße.
MP0Basiswert Messpreis je nach Zählergröße aus Basisjahr 2023.
I1 Investitionsindex der letzten 12 Monate mit 3 Monaten Zeitverzug. Veröffentlichung von SWMR unter Tarife.
I0 Basiswert Investitionsindex mit 100 aus Basisjahr 2023 nach der Veröffentlichung von SWMR unter Tarife.
Der Grundpreis hängt davon ab, wie viel Heizwasser an einer Abnahmestelle maximal benötigt wird. Diese Menge wird als Durchflussmenge bezeichnet und in Litern pro Stunde (l/h) angegeben.
Die jährlichen Grundkosten ergeben sich aus der Multiplikation der festgelegten Durchflussmenge (l/h) mit dem jeweiligen Grundpreis (€ je l/h) der nachfolgenden Staffelung:
bis 500 Liter pro Stunde: 3,21 € brutto (2,70 € netto) je Liter/Stunde
von 501 bis 4.000 Liter pro Stunde: 4,76 € brutto (4,00 € netto) je Liter/Stunde
ab 4.001 Liter pro Stunde: 5,12 € brutto (4,30 € netto) je Liter/Stunde
bis 500 Liter pro Stunde: 500 Liter/Stunde * 3,21 € je Liter/Stunde* 0,6 = 963,00 €
von 501 bis 4.000 Liter pro Stunde: 700 Liter/Stunde * 4,76 € je Liter/Stunde * 0,6 = 1.999,20 €
ab 4.001 Liter pro Stunde: hier fällt keine Durchflussmenge an, also 0,00 €
Die Grundkosten betragen somit 2.962,20 € (963,00 € + 1.999,20 €)
bis 500 Liter pro Stunde: 280 Liter/Stunde * 3,21 € je Liter/Stunde* 0,6 = 539,28 €
von 501 bis 4.000 Liter pro Stunde: hier fällt keine Durchflussmenge an, also 0,00 €
ab 4.001 Liter pro Stunde: hier fällt keine Durchflussmenge an, also 0,00 €
Die Grundkosten betragen somit 539,28 €
Wie bereits gewohnt, nutzen wir für die jährliche Anpassung des Grundpreises eine Preisgleitformel. Neu ist hier, dass wir nicht mehr die Werte des Statistischen Bundesamt verwenden, sondern einen eigenen Index aufgrund der tatsächlichen Investitionen der Stadtwerke Marburg bilden.
Zusätzlich wird die Art des Wärmenetzes bei der Preisanpassung berücksichtigt, an der die Abnahmestelle angeschlossen ist. Es wird unterschieden zwischen einem Warmwassernetz mit einer Temperaturdifferenz zwischen dem Netzvor- und Rücklauf von 30°C und einem Heißwassernetz mit einer Temperaturdifferenz von 50°C. Der Faktor (FW) für das Warmwassernetz beträgt 0,6 und für das Heißwassernetz 1.
Wenn z. B. der Investitionsgüterindex I1 im nächsten Jahr auf 95 fällt, weil die Stadtwerke Marburg weniger investiert haben, ergibt sich hieraus folgende Grundpreisanpassung für die ersten 500 Liter/Stunde in einem Warmwassernetz:
GP1 = 3,21 € je Liter/Stunde * (95/100) * 0,6 = 1,83 € je Liter/Stunde (brutto)
Beispiel Mehrparteienhaus:
Bei einer Durchflussmenge von 1.200 Liter/Stunde in einem Warmwassernetz würden sich folgende Grundkosten ergeben:
Beispiel Einfamilienhaus:
Bei einer Durchflussmenge von 280 Liter/Stunde in einem Warmwassernetz würden sich folgende Grundkosten ergeben:
Arbeitspreis – abhängig vom Verbrauch:
Der Arbeitspreis ist der Preisbestandteil für die tatsächlich verbrauchte Wärme. Er wird pro Kilowattstunde (kWh) berechnet. Die Verbrauchskosten werden berechnet, indem der Arbeitspreis in Cent pro Kilowattstunde (Cent/kWh) mit der verbrauchten Wärmemenge in Kilowattstunde (kWh) multipliziert wird.
Der Arbeitspreis gibt die tatsächlichen Brennstoffkosten des Energiemixes der Stadtwerke Marburg aus Holz, Gas und Strom wieder. Zusätzlich berücksichtigt er die allgemeine Preisentwicklung im Wärmemarkt. So bleiben die Kosten fair und nachvollziehbar.
Der Ausgangspreis (=Arbeitspreis Basisjahr 2023) beträgt 15,35 Cent/kWh (brutto) bzw. 12,90 Cent/kWh (netto). Mit diesem Wert wird jede spätere Anpassung berechnet.
Die Kostenveränderung setzt sich aus 20 % Marktelement (Marktentwicklung) mit dem allgemeinen Wärmepreisindex sowie aus 80% Brennstoffkosten der Stadtwerke Marburg zusammen.
Daraus ergibt sich die Formel für den Arbeitspreis:
Wenn der Holzindex KH1für das aktuelle Jahr 110 beträgt, so steigt der Index (KH1/KH0 = 110/100 = 1,1) und die Beschaffungskosten für Holz als Brennstoff sind gestiegen. Umgekehrt bedeutet ein Index von 90 (KH1/KH0 = 90/100 = 0,9), dass die Kosten gesunken sind.
Beispiel Ermittlung neuer Arbeitspreis:
Bei der Ermittlung der Indizes von M1 = 95, KH1 = 110, KG1 = 90 und KS1 = 105 und den aktuellen Brennstoffanteilen von Holz (α = 4%), Gas (β = 94%) und Strom (γ = 2%) ergibt sich folgender neuer Arbeitspreis:
Der CO2-Preis gibt an, wie teuer der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) bei der Wärmeerzeugung ist. Er wird mit der verbrauchten Kilowattstunde (kWh) berechnet. Hieraus entstehen die CO2-Emissionskosten pro Jahr in Euro.
Der CO2-Preis ergibt sich aus den ermittelten Emissionen des vergangenen Jahres und gesetzlichen Vorgaben. Der CO2-Preis aus dem Basisjahr 2023 (CO2-Preis0) beträgt 1,45 Cent pro kWh (brutto).
Beispiel:
Wenn der CO2-Emissionsindex EP1für das aktuelle Jahr 110 beträgt, so steigt der Index (EP1/EP0 = 110/100 = 1,1) und das bedeutet, dass mehr CO2 ausgestoßen wurde und/oder der (gesetzliche) CO2-Preis angestiegen ist. Dementsprechend gibt ein Index von 90 an (EP1/EP0 = 90/100 = 0,9), dass die CO2-Emissionen und Kosten gesunken sind.
Der Messpreis beinhaltet die Kosten für den Wärmemengenzähler und dessen gesetzlich vorgeschriebenen Unterhaltung.
Der Messpreis hängt von der Größe des eingebauten Wärmemengenzählers ab und folgt – wie der Grundpreis – der Entwicklung der Investitionskosten. Die nachfolgende Tabelle zeigt den Messpreis je Baugröße:
Bei einer Zählergröße von Qp 3-6 und 15,02 € (brutto) ergibt sich mit einem aktuell ermittelten Investitionsindex von I1 = 108 folgender neuer Messpreis:
Preisstand: ab 01. Januar 2026 15,71 € pro m3 brutto (13,20 € pro m3 netto)
Der Arbeitspreis für die Warmwasseraufbereitung ist an die Preisgleitformel für den Arbeitspreis des Tarifs SWMRWärme gekoppelt und wird ebenfalls zum 01.01. angepasst.
Der nachfolgend genannte Messpreis in Euro pro Monat beinhaltet die Entgelte für Messung und Messstellenbetrieb für die jeweilige Größe des Warmwasserzählers im Tarif SWMRWärme.
Der nachfolgend genannte Messpreis in €/Monat beinhaltet die Entgelte für Messung und Messstellenbetrieb für die jeweilige Größe des Wärmemengenzählers.
* Die Bruttopreise sind auf die angegebenen Nachkommastellen gerundet. Seit dem 01.04.2024 gilt der Umsatzsteuersatz von 19 %.
* kWh = Kilowattstunde
Bei der Abrechnung werden die Verbrauchsdaten mit den Nettopreisen multipliziert und erst anschließend die Umsatzsteuer hinzugerechnet. Dabei kann es zu Rundungsdifferenzen kommen.